Erstellen von Lastenheft und Anforderungsprofilen für Produktionsanlagen.

 

Ein Beispiel

 

 

Zahlen, Daten:

 

2 Bearbeitungszentren in der Sonderfertigung.   Es wird Aluminium spanabhebend und trocken bearbeitet.  

Reinigungsaufwand pro Schicht:   45 min. für beide Anlagen --> 22.5 min/ Anlage

 

Schichten pro Woche:          17 / Woche

Derzeitige Lebensdauer:       6 Jahre

Erwarteter Lebensdauer:      10 Jahre

Rüstzeit für Typenwechsel:   3 min

OEE:                                      unbekannt.

Reparaturaufwand:                hoch

Präventive Wartung:           kaum vorhanden

 

Sondermaschine.  ca 2 m Bearbeitungsweg in Stangenlänge, Spannvorrichtung.   Anlage ist in einem hermetischen Containersystem eingebaut ( Glasverbau ).

Vertikalfräsen von Aluminium Stangenprofilen.  Laden über Stangenförderer,  spanabhebende Bearbeitung über eine linke und rechte Spindel, beide unabhängig in 3 Achsen steuerbar.  Zerspanungszeit ca. 30 Sec ( ja nach Teiletyp),   mit Entnahmeroboter  welche zusätzlich das Werkstück zum  Entgraten, und Bürsten zuführt und das Werkstück anschliessend ausgibt.

 

Zykluszeit ca.  35  sec. 

Starker Späneflug. 

 

 

Analyse

 

auf die Reinigung der Maschine wird, schon wegen der Haltbarkeit, grossen Wert gelegt. 

 

nach Durchsicht des Lastenheftes habe ich festgestellt:

 

Das Lastenheft erwähnt keinerlei Hinweis auf die Reinigungsfreundlichkeit der Anlage. 

 

Es wird schon gar nicht auf eine spezielle Art und Weise der Reinigung hingewiesen. 

 

Die Zugänglichkeit für Reinigung, Wartung und Service wird mit keiner Silbe erwähnt. 

 

 

Mein Fazit:

 

Wenn man diese Maschine "up side down" konstruiert und gebaut hätte, würden die Späne auf einen glatten leicht zu reinigenden Boden fallen und der Reinigungsaufwand wäre um 90% reduziert. 

 

Kostenersparnis durch Vorzeitiges DENKEN und abgleichen mit den Lean - Grundsätzen ( hier nur Reinigung) :

 

450´000 EURO  in ca. 5 Jahren

 

15 Schichten anstatt 17 Schichten.

 

 

Zukünftige Aufwendung durch Reinigung sind weitere 400´000 Euro.